Zu verdanken hatte Ferrari seine Siege dem Colombo Blockmotor der in den damaligen Ferraris steckte. Dieser hatte allerdings seit dem ersten Ferrari mit 1,5 l einige Veränderungen erfahren und war mittlerweile zum 4,1 l 375 MM (benannt nach dem viermal hintereinander gewonnenen Rennen „Mille Miglia“).

In den frühen 60er Jahren brachten Ford und Carrol Shelby neue Wagen auf den Markt, den AC Cobra und den Ford GT40. Obwohl diese Fahrzeuge „state-of-the-art“ waren, konnte man sie nur als Prototypen bezeichnen. Denn sie verwendeten 7,0 – 9,0 Liter Motoren. Doch auch Ferrari hatte noch ein As im Ärmel und brachte den legendären Ferrari 250 GTO (gran tourismo omologato) heraus. Dieser Wagen gewann zahlreiche Titel und Preise wie z.B. die Tour de France 62, 63 und 64. Der 250 GTO hatte eine 3,0 Liter Maschine, ~ 400 PS und schaffte bis zu 9.000 U/min. Allerdings hatte der Wagen, anders als die damaligen Spitzenfahrzeuge der Konkurrenz noch Frontantrieb. Und obgleich die verschiedensten Kritiker Enzo Ferrari dazu rieten dies zu ändern, sagte dieser jedes Mal nur etwas wie: „Ein Pferd zieht einen Wagen, es schiebt in nicht.“

1961 gewann Phil Hill für die Scuderia die Weltmeisterschaft in einem Wagen mit dem Motorblock in der Mitte. Das zeigte den Designern der Ferraris, dass dies das Konzept der Zukunft ist. Sollte Ferrari den Anspruch stellen, weiterhin im Wettbewerb zu bleiben, so musste sich Enzo Ferrari mit seinem alten Konzept geschlagen geben. Dies war der Beginn für den Ferrari 250 P (Prototipo). Der Wagen hatte einen aufgemotzten Motor vom 250 GTO und gewannt viermal in Folge das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. So wurde der Wagen zum Ferrari 250 LM.


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