Im Alter von 10 Jahren fuhr Enzo Ferrari, der Vater des heutigen
Unternehmens Ferrari, sein erstes Autorennen. Das war 1908 und Enzo
Ferrari wusste von diesem Moment an, was er für den Rest seines
Lebens tun wollte.
Zunächst arbeitete er für Fiat bis er dort gefeuert wurde.
Doch mit der Hilfe von Freunden gelang es ihm schnell wieder Arbeit
als Testfahrer bei CMN zu finden. Allerdings war dieser Job zur damaligen
Zeit etwas anders als heute. Denn damals galt es als Testfahrer, möglichst
viele Autorennen zu fahren und dabei jeweils möglichst gut abzuschneiden
ohne getötet zu werden. Enzo arbeitete viele Jahre für CMN
bis er dann zum renommierten italienischen Autokonzert Alfa Romeo
wechselte. Schenkt man den Aufzeichnungen über Enzo Ferrari glauben,
so war für ihn es sein größter Erfolg, als er 1924
bei einem Rennen in Coppa Acerbo mit einem Alfa erster wurde, vor
zwei Mercedesfahrern die das prestigereiche Rennen im Vorjahr gewonnen
hatten.
1929 gründete Enzo Ferrari die Scuderia Ferrari, ein Unternehmen
das mit Alfa’s Rennen fuhr. Die Scuderia war derartig erfolgreich,
dass sie bald zur Rennsportabteilung des Alfa Romeo Konzerns wurde.
1938 kam dann der Bruch zwischen Enzo Ferrari und Alfa, so dass
er 1939 das erste Mal mit einem anderen Wagen, einem Ferrari an
den Start ging. Allerdings durfte dieser aufgrund bestehender Verträge
mit Alfa Romeo nicht offiziell Ferrari genannt werden.
Die Entwicklung des Rennsports wurde in den nächsten Jahren
auf ein Minimum reduziert, da der Zweite Weltkrieg tobte. Erst nach
Kriegsende ging alles weiter und so entstand nach dem Krieg der
erste, offizielle Ferrari. Er wurde 1947 in Maranello gebaut und
war eine Abwandlung eines bestehenden Rennwagens. Ferrari gewannt
kurz darauf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und etwas später
einen Grand Prix bei dem Ferrari vor Alfa Romeo ins Ziel fuhr. Enzo
Ferrari soll darauf hin ausgerufen haben: „Ich habe meine
Mutter getötet!“. Ferrari hatte sich nun einen Namen
verschafft und wurde fortan populärer.
Ferrari fand sich nun in einem Krieg auf der Straße wieder,
der bis heute anhalten sollte. Denn obwohl Formel 1 rennen in den
Folgejahren wenig populär waren, wurden die richtigen Rennen
auf der Straße ausgetragen.
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