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Das Thema alternative Antriebe für Automobile gewinnt immer mehr an Akualität. Das liegt zum einen am verbesserten Umweltbewusstsein einer breiten Bevölkerungsschicht und zum anderen an den momentan beinahe täglich steigenden Benzinpreisen.

Die Kunden wären grundsätzlich bereit, alternative Antriebsmöglichkeiten zu akzeptieren, das Problem ist jedoch noch der zurzeit hohe Preis und die mangelnde Konkurrenzfähigkeit.

Toyota und Citroen als Vorreiter

Fragt man Autobesitzer, ob die Hersteller, die Ölkonzerne oder die Politik schuld an der langsamen Entwicklung von echten Alternativen seien, so erhält man keine klare Antwort. Viele sind der Ansicht, dass alle Verantwortlichen gefordert seien, endlich zukunftstaugliche Konzepte vorzulegen. Die Autofahrer differenzieren außerdem stark zwischen den unterschiedlichen Herstellern, bei den europäischen Autobauern hat aus Kundensicht Citroen die Nase vorn, international gesehen ist es Toyota.

So kann man etwa haufenweise Bilder, News und Videos zu Citroen Modellen mit neuartigen Antriebsmöglichkeiten finden, während andere europäische und internationale Konkurrenten die Zeichen der Zeit wohl noch nicht erkannt haben.

Ähnlich sieht es bei Toyota aus, bei den Stichwörtern Aktuelles über Toyota spucken die Suchmaschinen hunderte Konzeptstudien und Prototypen des japanischen Herstellers aus, die auf zukunftsweisenden Techniken basieren.

Eine kürzlich in Auftrag gegebene Umfrage zeigte außerdem, dass Toyota unter Autobesitzern den besten Ruf hat, was die Erforschung und den Einsatz alternativer Antriebsmöglichkeiten gibt. Bei der Frage: „An welchen Hersteller denken Sie bei den Stichworten: Elektro- und Hybridantrieb?“ antwortete der Großteil der Teilnehmer mit: Toyota. Der japanische Hersteller hat diesen Ruf nicht ohne Grund, denn schon 1997 kam der erste „Prius“ mit Hybridantrieb auf den Markt, inzwischen ist schon die dritte Generation erhältlich.

Konkurrenz holt langsam auf

Nachdem ein Großteil der Konkurrenzhersteller das Thema, aus welchen Gründen auch immer, eher stiefmütterlich behandelte, zeigt sich langsam ein Wandel in der Denkweise. So haben die deutschen Hersteller erst in den letzten zwei Jahren allmählich begonnen, neuartige Antriebstechnologien nicht mehr nur in Konzeptstudien und Nischenprodukten anzubieten. Langsam aber sicher setzt auch hier endlich ein Umdenken ein, die Möglichkeiten sind dagegen im Vergleich zu Toyota oder Citroen noch stark begrenzt. Bis die deutschen Autobauer den Anschluss an die Konkurrenz erreicht haben, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Ähnlich sieht es bei den amerikanischen Herstellern aus, im Mutterland des billigen Benzins sind Hybridfahrzeuge höchstens was für Hollywoodstars und Naturschützer. Der überwiegende Großteil der US-Kunden will nach wie vor ein Benzinfahrzeug. Jedoch hat durch die Finanzkrise und durch die auch in den USA langsam steigenden Benzinpreise ein Umdenken eingesetzt. Die Amerikaner achten jetzt verstärkt auf sparsame Modelle um den Geldbeutel zu schonen. Dies hat die amerikanischen Hersteller veranlasst, verstärkt benzinsparende Motoren zu entwickeln. Bis sich alternative Antriebe allerdings in den USA durchsetzen, werden wohl noch Jahre bis Jahrzehnte vergehen.


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